Umgang mit ADHS

Achtsamkeits­training für
ADHS

Häufig erleben Betroffene innere Unruhe, starke Ablenkbarkeit und das Gefühl, ständig „unter Strom“ zu stehen. Achtsamkeitstraining hilft, die Aufmerksamkeit gezielt lenken zu lernen, Impulse bewusster wahrzunehmen und einen freundlicheren Umgang mit sich selbst zu entwickeln.

Kennst du das?

"Kennst du das Gefühl, nicht so zu sein, wie du eigentlich sein möchtest?"
"Hat man dir schon gesagt: «überlege zuerst, bevor du sprichst?"
"Verspürst Du Unruhe, Unsicherheit und oder traust dir nicht viel zu?"
"Lässt Du Dich schnell ablenken, hast Mühe dich zu konzertieren, (vor allem wenn es aus deiner Sicht langweilig ist oder viel zu schnell geht)?"
"Können zwischenmenschliche Beziehungen herausforfernd sein oder sind es bereits?"
"Hast du Mühe mit Einschlafen weil deine Gedanken kreisen und kreisen?"

Willkommen im Club!
Wir ticken etwas anders.

Als ich vor einigen Jahren die Diagnose ADHS erhielt, war ich erleichtert: Endlich hatte dieses seltsame Gefühl, anders zu funktionieren als die Mehrheit, einen Namen.

Das ADHS-Hirn reguliert Emotionen nicht besonders gut. Das Übermaß an Intensität und Reaktivität hat großen Einfluss darauf, wie wir in der Welt unterwegs sind, wie wir interagieren – und umgekehrt. Wir üben, diese inneren Bewegungen bewusst wahrzunehmen, ohne sie sofort zu bewerten oder ihnen automatisch zu folgen. Durch Achtsamkeit entsteht ein Raum zwischen Reiz und Reaktion, in dem wir lernen, uns selbst mit mehr Verständnis und Mitgefühl zu begegnen. So kann Schritt für Schritt mehr innere Balance, Klarheit und Selbstwirksamkeit entstehen.

Zu verstehen, wie das ADHS-Gehirn funktioniert und was es stimuliert, kann dabei helfen, geeignete Strategien zu entwickeln. Mentales Training in Kombination mit Achtsamkeit fördert die Motivation und stärkt das Durchhaltevermögen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass es für Menschen mit ADHS nicht immer einfach ist, Freundschaften zu pflegen. Unaufmerksamkeit, Impulsivität oder emotionale Intensität können Beziehungen belasten – oft ohne dass es so beabsichtigt ist. Gleichzeitig besteht ein tiefes Bedürfnis nach Verbindung, Nähe und gegenseitigem Verständnis. In der MBSR-Praxis lernen wir, innezuhalten und wahrzunehmen, was in uns geschieht – bevor wir reagieren. Diese bewusste Präsenz öffnet den Raum für Mitgefühl, sowohl uns selbst als auch anderen gegenüber. So können Beziehungen authentischer, stabiler und nährender werden – getragen von Verständnis, Achtsamkeit und dem Mut, sich immer wieder neu zu zeigen.

Für welche Situationen eignet es sich?

Achtsamkeitstraining unterstützt Menschen mit ADHS dabei, den Geist zu beruhigen und bewusster mit den eigenen Impulsen umzugehen.

Impulskontrolle bedeutet, die eigenen Gefühle bewusst wahrzunehmen und den Raum zwischen Reiz und Reaktion zu erkennen. Wenn es gelingt, einen kurzen Moment innezuhalten, entsteht die Möglichkeit, nicht impulsiv zu handeln, sondern bewusst und überlegt zu reagieren. Achtsamkeitstraining unterstützt diesen Prozess, indem es die Wahrnehmung für innere Signale schärft und dabei hilft, automatische Muster frühzeitig zu erkennen. So fördern Achtsamkeitsübungen Ruhe, Klarheit und Selbstregulation – und ermöglichen mehr Wahlfreiheit im Handeln, besonders in herausfordernden Situationen.

Das eigene Schlafverhalten besser zu verstehen ist hilfreich, denn erholsamer Schlaf ist entscheidend für die Regeneration unseres Nervensystems und dafür, die Eindrücke eines Tages gut verarbeiten zu können. Achtsamkeitstraining unterstützt diesen Prozess, indem es Werkzeuge vermittelt, die das Einschlafen und Durchschlafen erleichtern. Durch mehr innere Ruhe, bewusstes Wahrnehmen und das Lösen von Grübelschleifen kann die Schlafqualität nachhaltig verbessert werden.

Sich selbst besser kennen- und verstehen zu lernen, ist ein wichtiger Schritt zu innerer Klarheit. Häufig nehmen wir positive Eigenschaften zuerst bei anderen wahr, statt sie in uns selbst zu erkennen. Achtsamkeit hilft dabei, den eigenen Wert bewusster zu sehen, persönliche Stärken wahrzunehmen und mit mehr Freundlichkeit auf sich selbst zu schauen. So entsteht ein stabiles, wertschätzendes Selbstbild und ein tieferes Vertrauen in die eigenen Ressourcen.

Gruppenkurse

Durch den Austausch in der Gruppe entsteht das heilsame Erleben, nicht allein zu sein – andere kennen ähnliche Herausforderungen und Erfahrungen. Das gemeinsame Teilen mindert das Gefühl von Scham oder Anderssein. Gleichzeitig wächst Mitgefühl – für sich selbst und für andere. Diese gegenseitige Unterstützung fördert Verbundenheit, Verständnis und Mut, den eigenen Weg mit mehr Selbstakzeptanz und Vertrauen weiterzugehen.

Menschen mit chronischen Schmerzen (z. B. Rücken-, Kopf-, Gelenk- oder Nervenschmerzen)

Erkennen und wahrnehmen der eigenen Gefühle. Reiz und Reaktion durch kleine Pausen wahrnehmen und dadurch bewusster handeln zu lernen. Bezw. nicht aus Impuls heraus, sondern bewusst und überlegter.

MBSR für ADHS Betroffene

Durchführung bei genügend Anmeldungen

Individuelle Angebote

Achtsamkeitstraining unterstützt Menschen mit ADHS dabei, den Geist zu beruhigen und bewusster mit den eigenen Impulsen umzugehen. Regelmäßige Übungen fördern:

Menschen mit chronischen Schmerzen (z. B. Rücken-, Kopf-, Gelenk- oder Nervenschmerzen)

Erkennen und wahrnehmen der eigenen Gefühle. Reiz und Reaktion durch kleine Pausen wahrnehmen und dadurch bewusster handeln zu lernen. Bezw. nicht aus Impuls heraus, sondern bewusst und überlegter.