Im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit werde ich immer wieder angefragt, Menschen mit Demenz oder Alzheimer im Alltag zu Hause zu begleiten – oft in der Übergangsphase, bevor sie den Schritt in eine passende Umgebung wie eine Klinik oder ein Pflegeheim machen.
Schon als Jugendliche arbeitete ich während der Schulferien bei der Pro Senectute. Diese frühen Erfahrungen haben mich nachhaltig geprägt: Ich erinnere mich lebendig daran, wie bereichernd die Begegnungen mit Menschen waren, die bereits ein reiches Leben hinter sich hatten. Gleichzeitig war manchmal spürbar, dass Schmerzen, Belastungen und schwere Gedanken dazu führten, dass das Vergessen zu ihrem letzten inneren Rückzugsort wurde.
Diese Erlebnisse haben mich gelehrt, dass der Verstand zwar seine eigenen Wege gehen kann – doch der innere Spirit, die Seele, bleibt oft erstaunlich präsent. Diese Präsenz wahrzunehmen empfinde ich bis heute als tief berührend und bedeutsam.